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Alterswohnsitz: ökologisch und leistbar

Der Trend zum „Kleiner Wohnen“ ist schon seit einiger Zeit zu beobachten: Immer mehr Menschen stellen sich den Fragen nach der Leistbarkeit, Klimafreundlichkeit und Ressourcenschonung beim geplanten Hausbau. Ein gelungenes Projekt mit kleiner Wohnfläche in ökologischer Bauweise wurde in Forchtenstein umgesetzt.

Die 73-jährige Ingrid K. weiß ganz genau, was sie will, nämlich so lange wie möglich in ihrem eigenen Haus leben. Sie hat sich ihren Alterswohnsitz genauso geschaffen, wie es ihren Bedürfnissen entspricht: ökologisch und leistbar. Die geräumigen 68 m2 ihres neuen Holzhauses sind barrierefrei und bieten höchste Wohnqualität. Die Investitionskosten betrugen etwa 230.000 Euro, dafür sind die zu erwartenden Betriebskosten kaum der Rede wert.

„Kleiner Wohnen“ im Alter 
Mit fortschreitendem Alter ändern sich die Bedürfnisse von Menschen grundlegend, so auch die Anforderungen an den jeweiligen Wohnsitz. Treppensteigen wird zunehmend beschwerlich, ebenso das Putzen und das Instandhalten von Haus und Garten. Frau K. hat ihr kleines Traumhaus in ökologischer Bauweise umgesetzt: Die Erdwärme wird mittels Ringgrabenkollektor gewonnen, das Holzhaus ist mit Stroh gedämmt und der Strom kommt aus der eigenen Photovoltaikanlage.

Holz, Lehm und Stroh
Natürliche, nachwachsende Rohstoffe bei ihrem Neubau zu verwenden, war Ingrid K. überaus wichtig. Schließlich hat diese Bauweise hier schon seit Jahrhunderten Tradition. Kombiniert man dieses althergebrachte Wissen mit neuesten Technologien, entstehen Häuser mit besonders hoher Lebensqualität. Die Wände aus Holz mit einer Dämmung aus Stroh in Kombination mit Lehmputz und Wandheizung sorgen für behagliches Wohnen und schonen Umwelt und Klima. 

Strom und Wärme
Umweltschonend ist auch die Gewinnung von Strom und Wärme. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert den benötigten Strom, der Ringgrabenkollektor gewinnt die im Boden gespeicherte Sonnenenergie und versorgt damit eine Erdwärmepumpe. Frau K. hat sich aus gesundheitlichen Gründen für eine Wandheizung entschieden. Diese bietet gegenüber der Fußbodenheizung den Vorteil, dass der menschliche Körper (stehend oder sitzend) mehr Fläche bietet und so die Strahlungswärme besser aufnimmt als nur über die Füße. 

Ingrid K. gibt Tipps:
„Warum solltest du für etwas bezahlen, das du auch gratis haben kannst? Regenwasser, Erdwärme und Sonnenenergie zum Beispiel kosten nichts! Aus meiner Zisterne kommt das Brauchwasser für die Toilette und zum Gießen – so wird auch kein Wasser vergeudet. Der rund um das Grundstück vergrabene Ringgrabenkollektor gewinnt die Erdwärme und die Photovoltaikanlage liefert Sonnenstrom.“

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