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Mein Naturgarten – zum Wohlfühlen und Kraft tanken

Der eigene Garten kostet manchmal ein bisschen Blut, in jedem Fall einiges an Schweiß und vielleicht sogar ein paar Tränen des Glücks, wenn die Vögel singen, die Schmetterlinge tanzen und betörende Gerüche die Sinne benebeln. Er ist eine Oase, in der man ruhen und den hektischen Alltag vergessen oder mit körperlichem Einsatz zumindest abarbeiten kann.

Garten ist allerdings nicht gleich Garten. Wirklich wertvoll sind naturnahe Flächen mit großer Artenvielfalt – das geht nur ohne Torf, Kunstdünger und Pestizide. Wer seinen Garten natürlich gestaltet und pflegt, trägt viel zur Erhaltung heimischer Tier- und Pflanzenarten bei. Erste Erfolge sind schnell zu bemerken: Wenn du der Natur mehr Freiheiten lässt, wirst du reichlich belohnt. Neue Pflanzenarten erobern sich den Naturraum rasch zurück und bilden die Lebensgrundlage für viele Säugetiere, Reptilien und Insekten.

Geht´s auch ohne chemische Keule?
Oft ist es nur Gedankenlosigkeit: Jahrzehntelang fand kaum jemand etwas dabei, dem „Unkraut“ im Garten mit Glyphosat („Roundup“) zu Leibe zu rücken. Hemmungslos wurde auch gegen Schädlinge gespritzt und alles vernichtet, das dem Empfinden von einem gepflegten Garten widersprach – vielfach auch ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit. Mit dem Ergebnis, dass viele Arten akut vom Aussterben bedroht sind. Allzu akkurate Maßstäbe an die Optik des Gartens anzulegen, hat eine fatale Auswirkung auf seine Biodiversität. „Sauber“ darf dein Wohnzimmer sein – die Natur will sprießen, wuchern und gedeihen.

Die Alternativen
Alles beginnt bei der Auswahl standortgerechter, heimischer Pflanzen. Torffreie Erde (beim Abbau von Torf werden wertvolle Moore zerstört!), biologisches Saatgut, der Verzicht auf Kunstdünger, eigener Kompost und das Kultivieren alter Sorten tragen zur ökologischen Vielfalt bei. Den Boden kannst du mit Urgesteinsmehl, Magnesiumkalk oder Naturgips auflockern und damit die Bodenaktivität der Mikroorgansimen erhöhen. Zum ökologischen Garten gehören immer auch eine Laubhecke, ein Ast- und ein Steinhaufen, die Nützlinge beherbergen und so Schädlingsbekämpfung auf natürliche Art garantieren.

Tipp:
Mach in deinem Garten einfach einmal eine Zeit lang nichts und beobachte, was passiert. Du wirst möglicherweise überrascht sein, wie schnell sich die Natur Lebensraum zurückerobert und wer dann aller bei dir wohnt!
 

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