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Plogging – die nachhaltige Trendsportart

Wer gleichzeitig etwas für sich, seinen Körper und die Umwelt tun möchte, folgt jetzt einem neuen Trend aus Schweden. Der Begriff „Plogging“ setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (deutsch: sammeln) und „Jogging“ zusammen und beschreibt das Müllsammeln während des Gehens oder Laufens durch die Landschaft.

Wenn du beim Sport im Freien die Augen offenhältst, kann er dir kaum entgehen, der Müll, der überall in der Landschaft achtlos weggeworfen wurde. Dann heißt es: in die Hocke gehen, bücken, aufheben, aufrichten und weiterlaufen. Das hält fit und hilft der Umwelt.

Großer Schaden durch Littering
Unter Littering (litter = englisch für Müll) versteht man das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Abfällen in der Natur und im öffentlichen Raum. Dieses Problem verursacht hohe Kosten für Reinigungsarbeiten entlang der Straßen, gefährdet Wildtiere und schadet Weidetieren, die Abfälle für Futter halten. Doch auch das Bewusstsein für das Problem wächst: Unglaubliche 238 Tonnen Müll wurden 2019 allein im Burgenland bei Flurreinigungsaktionen durch Freiwillige gesammelt.

Ist ja nur ein Zigarettenstummel?
Die meisten Umweltverschmutzer ahnen wahrscheinlich gar nicht, was sie mit ihrer Gedankenlosigkeit anrichten. Müll wird durch landwirtschaftliche Maschinen zerkleinert und von Tieren mit Nahrung verwechselt. Schwere innere Verletzungen und Vergiftungen führen oft zum qualvollen Tod.

Ein einziger Zigarettenstummel kann bis zu 60 Liter Trinkwasser mit mehr als 100 Giftstoffen (Blausäure, Ammoniak, Arsen, usw.) verunreinigen. Zigaretten machen etwa 35 % des in der Natur gefundenen Mülls aus. Es dauert unglaubliche zwei und sieben Jahre, bis sie verrotten. Ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel versucht mehr als 40 Liter Grundwasser. Eine Blechdose verrottet in 50 bis 500 Jahren, Produkte aus Plastik brauchen bis zu 5.000 Jahre, bis sie sich zersetzen, usw. Grund genug, seinen Müll einfach wieder mit nach Hause zu nehmen und fachgerecht zu entsorgen. Oder beim Plogging gutes für sich und die Umwelt tun.
Am besten aber: Weiterdenken – und Müll vermeiden.

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